+++ 3.03. Indoor Hallenflug +++ 10. März Besprechung LeoMess +++ 17./18. März 1:10 Offroad Autorennen mit LRP-Challenge in der Georgiihalle +++

Luft: Sparte Modellflug

Heli-mm

Die Zahl der Flieger im LMC hat wieder zugenommen. Vor allem da die Preise für Helicopter in den letzten Jahren stark gefallen sind, haben sich einige unserer Mitglieder diesen tollen Fluggeräten verschrieben. Deshalb haben wir uns auf die Suche nach einer Halle zum  Indoorfliegen gemacht und wir sind fündig geworden:

Unsere Heli-Flotte ist mittlerweile recht umfangreich und deshalb möchten wir sie hier vorstellen und auch ein bisschen von unserem Wissen dazu weitergeben. 

Eine Bemerkung vorab:
Auch wenn die Werbung "RTF" (Ready to Fly) und "leicht zu fliegen" verspricht, darf man nicht vergessen:
Helicopter sind hochkomplexe Fluggeräte und ohne ein bisschen theoretischem Grundwissen ist der neu gekaufte Hubschrauber in Sekunden zerstört, oder den teuren Wohnzimmerschrank ziert eine Delle.
Für einen Preis um 100,- € braucht niemand glauben, dass die Hubschrauber direkt aus der Verpackung ohne Voreinstellung problemlos fliegen. Geschweige denn, dass der Hersteller oder Verkäufer die Helicopter zuvor wirklich eingeflogen hat.

Deshalb Grundregel Nummer 1: erst den Kopf einschalten, dann den Hubschrauber. Wenn man noch vorher die Anleitung liest, hat man gute Chancen, dass der Helicopter den ersten Flug dann auch unbeschadet übersteht.

Noch eine wichtige Bemerkung: Modellflugzeuge und Hubschrauber sind "NICHT" über eine Haftpflichtversicherung abgedeckt. Außerdem darf man nicht glauben, man müsse Fluggeräte, also auch "Modellfluggeräte", nicht versichern. Wer Fluggeräte im Freien fliegt, für den besteht Versicherungspflicht. Eine Versicherung in Deutschland ist über den Deutschen Modellflieger Verband möglich. Die Mitgliedschaft umfasst eine Versicherung: Infos über diesen Link

Seit März 2017 ist eine neue Verordnung für Fluggeräte in Kraft:
DrohnenverordnungDetailierte Informationen gibt es über das Bundesmisterium für Verkehr und digitale Infrastruktur, kurz BMVI: Neuregelung für Drohnenflüge in Kraft

Anbei noch der Flyer.

Ab 1. Oktober 2017 ist für Flugmodelle ab 2kg eine Kenntnisnachweis Pflicht. Ein solcher Kenntnisnachweis kann gegen eine Gebühr beim DMFV erworben werden: kenntnisnachweisonline.dmfv.aero

Zum Thema Helicopter mehr auf diesen Seiten:


Koaxial-Helicopter

Koax

Den Einstieg in das Hobby Hubschrauber findet man am leichtesten mit den Koaxialhelis. Wer will, kann schnell als Möchtegern-Helipilot mit diesen kleine Helis das Wohnzimmer unsicher machen. Was nicht immer die Zustimmung der Frau des Hauses findet, welche den Piloten dann schnell auf den Dachboden, in den Keller oder den Garten verbannen wird. Koaxialhelis sind mit 17,5 cm bis zu 45 cm Rotorblatt-Durchmesser zu bekommen; ganz Große sogar mit über 50 cm. Standard sind Helis mit 37 cm.

Mehr dazu auf deisen Seiten:


CB-100-2Heli mit Stabistange

Wer mit dem Koaxial-Heli langsam umgehen kann, und den nächsten Schritt wagen will, ist bei einem Heli mit Stabistange gut aufgehoben. Diese Helikopter fliegen fast so stabil wie ein Koaxial-Heli, hat aber nur eine Rotorblatt-Ebene. Damit fliegen sie schon fast wie ein richtiger Helicopter. Die Stabilität bekommen diese Helicopter über die Stabistange (Flybar), welche in die Rotorblatt-Steuerung eingemischt wird.

 

 

Hier ein paar Beispiele:


Heli Flybarless mit 3D GyroV200D01

Seit 2010 hat Walkera Helis mit Flybarless und 3D Gyro im Programm. Diese Helis haben keine Hilfsrotorebene mehr und die Rotoren werden direkt über die Taumelscheibe angesteuert. Das sind schon fast richtige Helicopter, die je nach Ausführung bereits 3D tauglich sind.

Die einfachen Versionen sind noch drehzahlgesteuert (also ohne Kollektiv Pitch) und haben noch Rotorblätter aus Plastik. Sie sind aggressiver als Koaxial-Helis oder Helis mit Stabistange. Man sollte also wissen, auf was man sich da einlässt, wenn man mit einem solchen Helicopter anfangen will. Der 3D Gyro verleiht den Helicoptern trotzdem eine gute Stabilität; also sind sie ein guter Schritt zum vollwertigen 3D Helicopter.

  • Walkera V200D01

Helicopter mit kollektiv Pitch

 

Wenn man als Anfänger langsam seinen Koaxial-Heli oder Heli mit Stabistange beherrscht, kommt man an den Punkt, wo man mal einen richtigen Helicopter haben will. Nach einigen Empfehlungen von Kollegen und Fachgeschäften habe ich mich beispielsweise für einen Einsteiger-Helicopter von Thundertiger entschieden: Einen Innovator MD530.

Einen richtigen Helicopter zeichnet kollektiv Pitch aus, die Flughöhe wird also nicht mehr mit der Rotor-Drehzahl geregelt, sondern über den Anstellwinkel der Rotorblätter. Kann man den Rotorblättern auch einen negativen Winkel geben, ist der Hubschrauber 3D tauglich.

Meine Empfehlung beim Umsteigen auf einen richtigen Helicopter: auf jeden Fall auch einen guten Flugsimulator kaufen. Das ist gut investiertes Geld, da Abstürze im Simulator wirklich billiger sind als in echt. Man kann mit dem Simulator schon einige Flugerfahrung sammeln und damit echte Abstürze reduzieren.
Soviel kann ich sagen: der Umstieg von einem Koaxial Helicopter oder 3D Gyro ist schon erheblich; diese Helicopter fliegen wirklich nicht mehr eigenstabil und ständiges Reagieren ist angesagt. Wenn man dann einmal übersteuert, ist es schon passiert und der Helicopter stürzt ab.

Ich habe einen Aerofligh Professional von Ikarus und seit kurzem eine Phoenix V4. Flug1

 


Disclaimer:
Was ich hier auf den Seiten zu Koaxial-Helicopter schreibe, sind meine eigenen Erfahrungen, die ich auch vertreten kann. Ich erhebe nicht den Anspruch, alles zu wissen oder die einzige Wahrheit zu kennen; dazu ist das Thema viel zu komplex.
Es gibt viele andere gültige Meinungen, die ich respektiere und natürlich gibt es auch richtige Cracks auf dem Gebiet, denen ich weder das Wasser reichen kann noch möchte.
Ich verstehe diese Seite als "von Laien für Laien". Der Webmaster.


 


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| Mittwoch, 21. Februar 2018 |